Fuck Yeah Feminismus! „Gamer Girls“ oder auch: Tittenneid ist Scheiße!

Veröffentlicht: 25/09/2019 in Deutsch, RPG
Schlagwörter:, ,

Nachdem ich mich verstärkt mit Twitter beschäftige (@TRC_News), stieß ich auf Kommentare zu dem Artikel von Teilzeithelden:
Gleichberechtigung im Gaming – Schaden „Gamer Girls“ dem Feminismus?.
Ich dachte mir, „Wie schlimm kann das sein?“, lass den Artikel, und…

KeanuReevesWoah

Keanu Reeves in der Matrix „WHOA“

Jetzt sind wir hier.
Zunächst einmal, was ist ein „Gamer Girl“?

Gamer Girl (Dictionary.com), ist eine abwertende Bezeichnungen für Frauen* die Videospiele spielen. Der Begriff kam um 2005 auf und erfuhr gerade im Rahmen der GamerGate Bewegung ab 2014 einen Aufschwung. Der Begriff unterstellt den Frauen* dass sie nicht am Videospiel selbst interessiert sind, sondern es zur Selbstdarstellung zweckentfremden.

Frauen* bedeutet das es Personen betrifft die Frauen sind (Cis, Trans*), Personen die nicht-binär sind aber fälschlicherweise als Frau wahrgenommen werden und Männer die fälschlicherweise als Frau wahrgenommen werden.
Der Fall, dass ein Mann einem anderen sagt er sein „ein Mädchen“ oder „eine Frau“ ist etwas artverwandt, aber ein anderes Thema.

Die Herkunft sowie Verwendung des Begriff „Gamer Girl“ wird daher dazu genutzt um andere Personen zu beleidigen, die Teilnahme am Hobby abzusprechen, diese abzuwerten und sie letztlich draußen zu halten.

TERFs, die eine Ausnahme für die Anerkennung von Trans*Personen machen, um sie  als „Gamer Girl“ zu beschimpfen, sind eine besondere Sorte Arschlöchern unter Arschlöchern.

Die Aussage, dass „Gamer Girl“ als Begriff nötig ist um weibliche Spielerinnen zu beschreiben ist falsch.

Der englische Begriff „the gamer“ ist geschlechtsneutral. Das heißt, er umfasst alle Menschen die Spielen. Die korrekte Übersetzung von „the gamer“ ist im Deutschen „der/die Spieler*in“.
Sofern man nicht an ein „generisches Maskulinum“ glaubt.
Selbst mit dem Glauben an das generische Maskulinum meint „the gamer“ alle Menschen (deswegen ja „generisch“).

Das heißt, „Gamer Girl“ würde sich nicht in „Spielerin“ übersetzen sondern in „Spieler Mädchen“. Ähnlich wie man „Gamer Boy“ mit „Spieler Junge“ übersetzen müsste.

Es ist, meinem empfinden nach, abwertend sich als Frau* als „Spieler Mädchen“ bezeichnen zu lassen. Ich bin nächstes Jahr 40, ich gehe davon aus, dass meine Mädchenjahre hinter mir sind.

Tank Girl Kick (Tank Girl Illustration aus den Comics von Alan Martin Jamie Hewlett)

Tank Girl Illustration aus den
Comics von Alan Martin Jamie Hewlett

Das Trotzwort Es ist natürlich legitim, dass sich Frauen* den Begriff des Gamer Girl nehmen und als Selbstbezeichnung verwenden. Womit dieser aus den Griffen von Mysognisten entrissen wird. Ein Beispiel für die Verwendung des Verwandten Begriff des Comic Book Girl, wäre Comic Book Girl 19.
Dies bedeutet nicht, dass der problematische Aspekt nicht mehr existiert, und das es in Ordnung ist, dass jeder den Begriff ohne weitere Überlegungen nutzt.

So sehr ich die (Arrowverse) Supergirl Serie mag…
Die Szene in der die Verlegerin Cat Grant Kara Denvers(Supergirl)  erklärt, weshalb sie – nicht die Person die unter dem Namen agieren muss – die Namensgebung total angemessen findet, nachdem Kara (aka „Supergirl“) anmerkt das sie den Namen nicht mag und man „Superman“ auch nicht „Superboy“ genannt wird oder wurde, war schon eine ziemlich herablassende Scheiße, imho. (Die Szene auf YouTube)

Der Trophäen-Begriff Neben der negativen Verwendung um Frauen* die „echte“ Teilnahme am Hobby abzusprechen, wird „Gamer Girl“ auch als Beschreibung für Frauen benutzt, die besonders begehrenswert sind.
Quasi das man nicht nur die Trophäe „Frau“ erhält, sondern auch noch eine die spielt. Mit dem Begriff „girl“ anstelle von „women“ als kleine Einordung des Respekts.
Das ist (imho) auch Scheiße, aber nicht Teil dieses Artikels.

Was sind aber jetzt genau die beiden Verbrechen die Frauen* mit dem Begriff Gamer Girl angelastet werden?
(Und weshalb hat mich der TZH-Artikel derart abgefucked?)

Frauen* spielen keine Videospiele! Frau* & Gamer?
FAKE NEWS!
.

Die Personen haben ggf.

  • keine Frauen* die Gamer sind in ihrem Umfeld.
  • als Frau* Ablehnung erfahren als sie mit Gaming anfingen.
  • ganze Videospiel-Segmente die sie ausschließen (Filthy Casuals!)
  • Videospiel-Segmente zu denen sie eine Statistik fanden das der Frauen*Anteil bei unter 10% ist

Das führt zu den Verdacht, dass eine (andere) Frau* die behauptet Videospiele zu spielen lügt. Das sie die falschen meint. Das es finstere Motive hinter der Aussage ist.

Dementsprechend folgt eine von zwei Optionen:

  1. Die gönnerhafte Erklärung weshalb dies (Die Sims-Serie) und jenes (Walking Simulatoren) keine Videospiele sind und warum Handyspiele per se nicht zählen.
    .
  2. Das Quiz um herauszufinden, ob die Frau* wirklich eine Gamer ist:
    „Hast du Dark Souls gespielt? Bist du durch gekommen? Wie oft bei NG+?“
    „Hast du die Final Fantasy Reihe gespielt?“
    etc. etc. pp.
Frauen* nutzen Videospiele nur um ihre Sexualität darzustellen!
Schau dir nur ihre TITTEN an !!! WOAH !!!
.

Sobald man als Frau* seine Leidenschaft für ein Hobby bekundet wird man erstmal begutachtet und verglichen.

Wenn die andere Personen einen als hinreichend geil, respektive attraktiv bewertet, wird dieser Umstand zur Bewertung der Hobby-Tätigkeit genutzt. Der Sex-Appeal kommt nicht von nichts, und ist sicherlich der eigene Kern des Treibens.

Was kann eine Frau*, neben dem Aspekt einen selbst und andere zu erregen, auch für Motivationen haben. Jede*r wo sich ihre Inhalte ansieht, macht dies sicherlich primär wegen ihres aussehen. Und wenn nicht primär, dann ist es doch ein Grund für ihre Popularität.

Der Artikel der Teilzeit Helden bringt beide Punkte an,… und bestätigt sie.

Tank Girl Illustration aus den Comics von Alan Martin Jamie Hewlett

Tank Girl hat einen Baseballschläger in der einen Hand, eine Kippe im Mund und zeigt dem Betrachter den Finger!
(Tank Girl Illustration von Chris Wahl, zu den Comics von Alan Martin Jamie Hewlett)

Tank Girls Mittelfinger ist nicht im Ansatz groß und ihre Haltung aggressiv genug um meine Verachtung für die beiden Einstellungen zum Ausdruck zu bringen. Aber es ist ein Anfang.

Geschlechter-Verteilung und Videospiele
.

Aktuellen, gängigen Statistiken nach spielen die binären Geschlechter etwa gleich viel Videospiele. Wobei sich die Statistiken nicht darüber auslassen, welche Plattform oder Spiele sie spielen. Daneben werden die Spieler* älter.

Beispiel 4Player: Spielemarkt Deutschland 2018: 9,5 Mio. über 50-Jährige sind „Gamer“; fast gleiche Geschlechterverteilung

Es braucht schon einiges an Chuzpe, sich gegenüber einer Frau* die Videospiele spielt hinzustellen und zu sagen „Also eigentlich, lügst du. Mach mal ein Quiz und beweis es mir.“

Rollenspiel Ich finde es auch zum kotzen, wenn man als Frau* gesagt bekommt, dass man doch wahrscheinlich nur diese oder jene Spiellinie spielt. Weil man geschlechtsbedingt eine Abneigung gegen Warhammer 40k, Mechwarrior oder andere „unweibliche Systeme“ hat.
Wenn ich auf die Aussage das ich die WoD mache, ein kleines WoD-Metaplot Quiz kriege, um zu schauen ob ich da nicht rumlüge.

Die Interpretation der Quantic Foundry Statistik durch Teilzeithelden ist merkwürdig. Demnach haben Frauen einen Anteil von 69% bei mobilen Sim-Titeln, 20% bei Action-RPGs und 4% bei Shootern. Schaut recht finster aus. Bis man sich die Studie anguckt:

Die Studie wurde unter (imho nur) 270.000 Spielern, die einen Account auf der QUANTIC Seite haben, geführt. Offensichtlich betrachtet die Studie Geschlechter binär.
Zudem schaut sie nicht so bitter aus wie der TZH Artikel es aussehen lässt.

So springt TZH von den 69% der Farm-Spiele ansatzlos zu den 20% der Action RPGs – nicht Western und Japanese RPGs die mehr haben – und dann den Ego-Shootern.

Das fällt dann unter „Traue keiner Statistik die du nicht selbst durch interpretiert hast“?
Ich mein, selbst mit dieser spezifischen Statistik, haben Frauen* in Videospielen die auf eSports-Turnier gespielt werden, einen Anteil der deutlich über 4% liegt.

Die Verachtung gegenüber den Mobile Games (und „weiblichen“ Spielen)
.

Ein kleinerer Punkt, und ein persönliches „Pet Peeve“, ist das der Artikel mal wieder auch zum Ausdruck bringt, das Handyspiele keine Spiele sind die ein „Gamer“ spielt.

Zunächst, wenn 69% Frauen* mobile Spiele spielen, heißt dass das auch 31% Männer* dabei sind. Daneben scheint „mobil Spiel“ direkt kurz hinter Puzzle-Spielen und Farmville zu enden.

Mein Handy-Spieleschirm

Hose runter Handy raus:
Mein Handy-Spieleschirm

Dies ist einmal mein persönlicher Handy-Spiele-Screen. Wir haben hier:

  • Match-3
    Hidden Hotel, Gardenscapes, Munchkin, Matchington
  • Puzzle-Spiele
    Seeker Notes, Merge Dragons
  • Endlos-Shooter
    Fastlane Road
  • Spielbuch
    Lovestruck (Empfehlung, es bietet LGBT+ Geschichten)
  • Lauf Raus, Fang Viecher
    Wizards Unite, Pokemon Go
  • Anziehsimulator
    Love Nicky
  • Rettungssimulator
    EMHQ
  • Aufbau-Sim
    Mafia City

Das ist mein Spielebildschirm, wenn ich nicht übermäßig deprimiert bin. Da sind durchaus einige Puzzlespiele dabei. Wobei ich die nicht aktiv spiele. Sachen wie Fastlane und EMHQ brauchen durchaus etwas Fingergeschick. Die Ruhen aktuell auch eher.

Mafia City, das durch rotzig-dreckige Werbung auffiel, die zum Meme wurde, hingegen ist eine Art Mischung aus Farmville und Starcraft. Sag ich mal. Eine Art „Die Stämme“ light. Mit den stärksten Kauf fallen von allen Spiele auf dem Schirm.

Man baut hierbei sein kleines Mafia-Imperium auf, und versucht andere Spieler zu plätten, während der eigene Clan überlebt und nicht allzuviele Punkte durch geplättete Mitglieder verliert. Es ist ein Spiel bei dem andere Spieler Beträge versenken, welche die Runescape-Abzocke ($62.000) billig erscheinen lassen (meiner Vermutung nach). Nun und wenn man jetzt kein Krösus ist, braucht man da Taktik, Zeit und Reaktion um am Leben zu bleiben oder kleinere Erfolge zu kriegen.

Ich hatte seinerzeit mit „Die Stämme“ aufgehört, weil dort plötzlich Urlaubsvertretungen für „man schlägt 6 Stunden“ und „man ist auf der Arbeit“ notwendig wurden.

Was ein weiterer Grund für die Popularität von Mobile Games ist. Man hat das Handy auf der Arbeit, und es ist unauffällig (im Rahmen), seine DS oder Handheld eher nicht und es wäre schon arg wenn man das mal auspackt.

Insofern Casual Games sind nicht unbedingt Casual!

Nun und Spiele wie Walking Simulatoren, MMOs und dergleichen wo es einen 20% bis 40% Anteil gibt, sind auch richtige Spiele.

Das ist neben dem Umstand, dass ich mich bei Bayonetta gerne beim Engel verdreschen ergötze und Bloodlines 2 vorbestellt habe. Neben dem Fakt das es auch viele weibliche Modder für Bloodlines gibt.

Sowie der Tatsache das der Umstand, dass ich mich genötigt fühle das zu schreiben, schon was Scheiße ist.

Der Aspekt der weiblichen Sexualität
(und endlich: Der Tittenneid)
.

Man hat es, gerade so, geschafft zu vermitteln das man Spiele spielt.

Da kommt der Vorwurf das man es doch nur zur Selbstdarstellung macht. Das die Spiele im Grunde ein belangloses Accessoire sind, um sich selbst zu zeigen.

Ich bin immer noch perplex, dass ein Artikel der „Gleichberechtigung“ und „Feminismus“ im Titel halt niederbringt:

gangrel.jpg

HISSSSSSS
(Gangrel Illustration copyright White Wolf)

Wie der Streamer sich selbst präsentiert, steht dabei im Hintergrund; unter Umständen ist nicht viel mehr als das schlecht ausgeleuchtete Gesicht zu sehen. Dagegen stehen die Kanäle einiger Streamerinnen, die sich ganz als Blickfang präsentieren: Die Spielerin ist perfekt ausgeleuchtet, das Make-up sitzt und das Oberteil ist wahlweise eng oder tief ausgeschnitten (häufig beides). Natürlich ist das im Grunde absolut legitim, denn schließlich soll jeder tragen, worin er oder sie sich wohl fühlt. Wenn das Hauptaugenmerk allerdings auf der Optik liegt und nicht dem eigentlichen Spielgeschehen, ist unwahrscheinlich, dass man als Gamer(in) wirklich ernstgenommen wird. (TZH Artikel)

„Der Streamer“ (Mann*) darf sich natürlich darstellen wie er will. Es wird ganz natürlich gesetzt. Wobei viele Streamer, meiner Einschätzung nach, durchaus auf Licht, Klamotten und Frisur achten. Wenn ein Mann aber im halbdunkeln speckig sitzt, sagen da weniger: „Alter, du siehst so scheiße aus.“

Ich verfolge leicht übergewichtige Streamer, ohne viel Makeup und mit schwindenden Haar. Die haben durchaus stressige Kommentare, aber bisher sah ich da keinen „Boah, du siehst scheiße aus“.

Der wortwörtliche, erste, englische Kommentar zu meinem Rollenspiel-Unboxing war: „Voice of a 14 year old boy and hands of a 45 year old man.„. Wobei ich durchaus bei Unboxings darauf achte, was ich anhab und das meine Nägel sauber sind. Ich mein, ich hab das konstruktiv genommen, und gescherzt das es sich vielleicht bei „weiblich 38“ mittelt, aber das ist nüchtern betrachtet nicht nett gewesen.

Das heißt, wenn man bei einen Stream nicht einen sehr starken Augenmerk auf seine Präsentation legt, kriegt man dafür in die Fresse.

Was aber auch passiert, wenn man sich Mühe gibt. Outstar, eine VtM und Streaming Youtuberin und Twitcherin, merkte einmal an das es egal ist ob sie einen lockeren Hoodie trägt, ein enges T-Shirt oder eins mit tiefen Schnitt, es gibt immer Kommentare zu den Brüsten. Immer. Zu prüde, zu viel, oh wie geil.

Ich finde es da FALSCH Streamer*innen zu unterstellen, dass sie den Hauptaugenmerk auf ihr Äußeres legen.
Machen sie es, sind sie „Schlampen“ die nur dadurch Klicks kriegen. Machen sie es nicht, sind sie „Grottenolme“ die dem Hobby einen schlechten Ruf bringen und sich nicht über fehlende Reichweite kümmern.

Nun, und rein aus feministischer Sicht, man sollte Personen welche die Hobbies „Gamer“ und „Beauty“ haben oder einfach nur überwältigend „beautiful“, nicht auf die „Beauty“ bzw das „beautiful“ reduzieren.

Kurz, man soll anderen nicht „die Titten neiden“.
Ich mein, man kann anderen natürlich „die Titten neiden“, und sich so denken „Boah, so würde ich auch gern aussehen“, mach ich auch mal, aber man kann die Neidgedanken auch für sich behalten.

So schafft man dann vielleicht eine Welt, wo es in Ordnung ist, so auszusehen und sich so rauszuputzen wie man will.
Naja, und ich bin nicht von der These überzeugt, dass sich Leute einen Stream eine*r  Streamer*in nur anschauen weil sie das kleine Icon so hübsch finden. Kann ein Faktor sein. Ist aber bestimmt nicht das Anfang und das Ende.

Rollenspiel Es gibt sehr viele Actual Plays, wo sehr viele attraktive Menschen teilnehmen. Es gibt YouTube Kanäle, wo Frauen* sich durchaus gerne neben den Hobbyinhalten präsentieren.
Ich persönlich trage weder MakeUp noch mag ich mich mit Mode befassen. Aber ich finde es ätzend, wenn ich aus der Szene höre „Die macht das aber auch nur weil Aufmerksamkeitsgeil und die Titten gerne draußen hat“.
Ich mein, klar, die Person hat vielleicht ein anderes Verhältnis zum eigenen Körper als ich, und steht auch dazu. Das gibt aber keinen Abbruch.
.
Und mit diesem Tittenneid, hilft man jetzt auch nicht den Modeverweigerer*innen.
Weil man damit im Kern kommuniziert, dass es einem um die Titten der anderen geht. Nicht die Inhalte oder die Leidenschaft.
.
Wenn man andere fördern will, soll man andere fördern.
Nicht in dem man auf andere Frauen* einschlägt!

Noch mehr Neidgehammel: Die machen es doch für Loot!
.

Da denkt man sich, das war aber schon ein tiefes Loch, weiter geht’s ni…

Noch schlimmer ist es, wenn darauf gebaut wird, sich durch bloße Weiblichkeit Vorteile zu erkaufen. (TZH Artikel)

Der Artikel ergießt sich nachdem Satz in Neidszenarien, was den Frau* angeblich so alles wegen ihrer Sexualität (und damit auch den Brüsten, also doch wieder Tittenneid?) bekommt.

Meiner Erfahrung nach kommt es einfach nicht hin. Die wenigsten anderen sind so geil, dass sie für ein Bild oder so rares Loot rausrücken. Diejenigen die das machen, haben ggf. am anderen Ende wen sitzen der sich ein paar passende Identitäten gemacht hat.

Das ganze Szenario ist aber so…

Was zur ... Ich kann nichtmal...

Was zur … Ich kann nicht mal…

Auf der einen Ebene grantelt man weg, dass die Spiele zu Newbie-Feindlich sind. Nun, und wenn man sich dann hilft, heißt es: „Boah, du hilfst aber nur Frauen*“

Was meiner Lebenserfahrung nach eher absurd ist.
Zudem führt es dazu, wenn Frau* dann ein cooles Item hat.
Dann heißt es nicht: „Boah cool, wie haste das bekommen?“
Dann heißt es nicht: „Woah, da steckt bestimmt ne coole Story hinter, erzähl ma‘!“
Sondern dann heißt es: „Oy, Beine für breit gemacht, / Nudes geschickt, wa‘?“

Wozu mir nur noch einfällt:

Tank Girl Illustration aus den Comics von Alan Martin Jamie Hewlett

Tank Girl hat einen Baseballschläger, Kippe im Mund und zeigt dem Betrachter „Fuck Off“
Tank Girl Illustration von Chris Wahl, zu den Comics von Alan Martin Jamie Hewlett

Dieses Bild nur einmal zu Posten, zeugt von meiner Selbstbeherrschung.
Insofern auf die Frage:

Schaden „Gamer Girls“ dem Feminismus?
.

Entgegne ich:

Nein!

„Gamer Girls“ schaden dem Feminismus nicht!
(Einige) Personen die andere als „Gamer Girls“ bezeichnen schon!
.

PS: Damit habe ich wohl einen der wenigen Posts verfasst, welcher der „Thoughts, rants and everything that comes to my mind“ Unterschrift entspricht. Sorry, aber das Thema eiert mich echt an.

Es kann hierbei sein, dass ich nicht total inklusiv war, gerade weil enby Personen unter dem ganzen ja auch Leiden, Hinweise auf etwaige Fehler nehme ich gerne an.

Oh, und nurmal so vorweg, eine Diskussion hierzu wird von meinereiner moderiert!
Das heißt, ich nuke meiner Meinung nach Dummes ohne Skrupel ins Datenjenseits.
Ich diskutiere Inklusivität, Feminismus und so nicht „ergebnisoffen“ oder „unbiased“.

Kommentare
  1. Anonymous sagt:

    Vielen Dank! – eine weibliche Spielleiterin

  2. Anonymous sagt:

    Danke!
    Eine weibliche Spielleiter

  3. Anonymous sagt:

    Danke!
    Ein männlicher Spielleiter :)

  4. Callisto sagt:

    Fuck Yeah! Gute Antwort auf den sexistischen Kack der Tzh.

  5. Anonym sagt:

    Gut geschrieben…ps ü40 spielerin ja die gibs auch!

  6. Sam sagt:

    Thanks!!!!
    Möge irgendwann auch die letzte Subkultur keinen Platz mehr für Sexismus und sonstige Kackscheisse bieten.

  7. Anonymous sagt:

    Wer auch den TZH-Artikel in seiner Gesamtheit liest, stellt fest, dass sich die Autorinnen in ihren Meinungen nur sehr nuanciert unterscheiden.

    Vielen Dank. Eine männliche Spielleiterin.

  8. […] Fuck Yeah Feminismus! „Gamer Girls“ oder auch: Tittenneid ist Scheiße! (Teylen) […]

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